Krebstourismus
Zwölf Jahre war er alt, vor ein paar Jahren am Atlantik.
Wir hatten das Kopfsteinpflaster einer mittelalterlich erhaltenen Stadt blank poliert - wie viele Touristen.
Der Unterschied zu den anderen Polierern, sagte er, sei gewesen, dass wir "um die Ecke wohnen", wir wären hier zuhause.
Er bekam Hunger, wie ihn fast alle Zwölfjährigen in heftigen Intervallen verspüren.
Er wollte unbedingt jetzt sofort essen. Sofort.
Krebse, Krebse, nichts als Krebse.
Er solle sich ein Restaurant aussuchen.
Nach zwei langen weiteren Stunden hatte er eins gefunden.
Wir gingen hinein.
Der Knabe - der landesüblichen Sprache nicht mächtig - hatte die Speisekarte vor sich und fragte, ob er auch drei Mahlzeiten bestellen dürfe.
Soviele er wolle.
Krebse, Krebse, Krebse.
Alle Gerichte hatten mit Krebsen zu tun.
Er bestellte fünf, wunderte sich über meine stoische Ruhe, freute sich.
Dann wurden sie serviert, die Krebse.
Zugegeben, sie sahen seltsam aus.
Teigig.
Er aß, aß alle bestellten Gänge auf.
Wo denn die Krebse gewesen seien?
Die Kneipe hieße doch Krebserei?
Ei sei das französische Ie, hätte ich ihm auf der Hinfahrt erzählt, meistens, zumindest.
Er hatte Sprache poliert.
Wir waren in einer Crêperie gelandet.
Wir hatten das Kopfsteinpflaster einer mittelalterlich erhaltenen Stadt blank poliert - wie viele Touristen.
Der Unterschied zu den anderen Polierern, sagte er, sei gewesen, dass wir "um die Ecke wohnen", wir wären hier zuhause.
Er bekam Hunger, wie ihn fast alle Zwölfjährigen in heftigen Intervallen verspüren.
Er wollte unbedingt jetzt sofort essen. Sofort.
Krebse, Krebse, nichts als Krebse.
Er solle sich ein Restaurant aussuchen.
Nach zwei langen weiteren Stunden hatte er eins gefunden.
Wir gingen hinein.
Der Knabe - der landesüblichen Sprache nicht mächtig - hatte die Speisekarte vor sich und fragte, ob er auch drei Mahlzeiten bestellen dürfe.
Soviele er wolle.
Krebse, Krebse, Krebse.
Alle Gerichte hatten mit Krebsen zu tun.
Er bestellte fünf, wunderte sich über meine stoische Ruhe, freute sich.
Dann wurden sie serviert, die Krebse.
Zugegeben, sie sahen seltsam aus.
Teigig.
Er aß, aß alle bestellten Gänge auf.
Wo denn die Krebse gewesen seien?
Die Kneipe hieße doch Krebserei?
Ei sei das französische Ie, hätte ich ihm auf der Hinfahrt erzählt, meistens, zumindest.
Er hatte Sprache poliert.
Wir waren in einer Crêperie gelandet.


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grahhhhhhhhhhhh.
ich hatte noch nie appetit auf krebse!
aber jetzt!
ich will kreeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeebse.
Kinder, die was wollen..
;-)
Anderntags stand er freiwillig früh auf, um mit mir zu den Fischerbooten zu marschieren, frische, veritable "Krebse" kaufen, die er dann zuhause verzehrte, bis ihm die Schalen sonstwo raus kamen.
Teigkrebse mag er bis heute.
Wenn sie sich nicht vermeiden lassen.
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