13.12.09

Winternacht


"Jetzt, wo es schneit draußen, der Boden zufriert, Du den Kachelofen einheizt, Dir die dunklen Stunden um die Ohren schlägst und Löcher ins Feuer starrst, jetzt, willst Du da nicht langsam mal anfangen zu backen und Deine Weihnachtspost erledigen?" "Das hat Zeit bis fünf Abende vorher, ich werde schon rechtzeitig fertig, keine Sorge."
Wir waren immer schon verschieden, der alte Buchhalterherr und sein Gscherr.

Dann war ich weg.
Damit die Plätzchen und das Chaos, aber ein kleines Bisschen, so sagte er mir ein paar Jahre später, auch die Heimeligkeit, die Wärme. Die Reibung.

Und dann war er weg.

Beide gebeugt. Nicht gebrochen.
Durch die Nacht gedacht.

In ein paar Tagen wohl steche ich Förmchen in die Winterluft.
Wieder ein paar Tage später kommt der Gewürzduft vielleicht an.
Irgendwo dort droben.