20.10.06

Rückblick


Die Frankfurter Buchmesse ist bereits geraume Zeit vorbei. Die vielen Eindrücke und Begegnungen harren langatmig der Sortierung, die Kontakte der Bearbeitung, die Aufträge der Erledigung. Bunt, anstrengend, anekdotisch - das alles war sie. Die von unzähligen Menschen geatmete dünne Luft, die Hektik kurz vor dem Besucherwochenende, die müden Füße, die irgendwann nur noch heraus trugen in den nasskalten Großstadtwind - auch das war sie. Die kleinen Begegnungen am Rande, durch eine kurze Augenberührung hervorgerufen, durch ein Strahlen, manchmal zwei, eine freundliche Geste, bleiben ebenfalls nachhaltig in Erinnerung.
So saß ein älterer Herr geduldig mit einem Bastkorb voller Papierröllchen an der Seite eines Ganges, beobachtete die hastenden Gehetzten, schmunzelte vor sich hin und den stillen Beobachter an. Am Behältnis angebracht war ein Schild: "Ein Gedicht für Ihr Lächeln". Mehrfach lief ich an dem Mann vorbei, zwinkerte ihm zu, konnte nicht anders. Jedes Mal forderte er mich auf, nun endlich eins seiner Werke auszuwählen. Irgendwie müsse er sich doch bedanken für die selten zu erfahrende freundliche Wahrnehmung auf der Messe. Nun gut, eins. Während wir uns noch unterhielten, filmte ein lokaler Kameramann, grinsend, und verschwand ohne in den Korb zu greifen.
Als ich später in der Bahn gen Taunus saß, öffnete ich das blaue Band um das Papier und las folgendes in akkurater Handschrift säuberlich Geschriebene:

Zu zweit wir kommen
über den Berg
Steighilfe gibt uns
die Räuberleiter
Kaum bist du oben
holst du mich nach
(Georg Oswald Cott)

Wie passend für die letzten Wanderjahre, murmelte ich in mich hinein und bedankte mich still. Danken möchte ich ganz leise auch jenen Menschen, die den Weg nach Frankfurt erst möglich gemacht haben, einem ganz besonders, für seinen Glauben an die Richtigkeit des Handelns - und für seinen Verzicht; auf meine Zeit.

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Anonymous Anonym

samma, ey, is das dank, wenn einer auf deine zeit verzichtet?

das mädchen auf dem stillen rammelhof hat dich auch schon so seltsam angeschaut, das sollte dir zu denken geben.

olle m.

´n pe es als denksportbar:

wenn ratz-fatz pillepalle is, wer is dann pillepalle? naaaaaaaa?

24 Oktober, 2006 02:03  
Blogger Mo

Olle M. kapiert nüscht.
Macht aba ooch jenauso nüscht, weil, kriechta erklääät, demnäx, wenn ick ma wieda inna innich jeliebten Stadt bin - mit Zeit - für Schnack (nicht schnackseln). ;-)

24 Oktober, 2006 14:53  
Anonymous Anonym

kapiert nüscht? du tust dir bedankn tun dafür, daass xy auf d e i n e zeit (dankend?) verzichtet. naja...

ratzfatz is plumpest. egal.

man sieht sich doch alsbald, ma p´tite biche?

*phettschmatzzzzzzzzzzzzzz*

olle m.

25 Oktober, 2006 00:27  
Anonymous Anonym

Du tust nix kapieren tun.
So isset.
Und bleibtet. ;-)

Thx 4 talkin', anyway.
(Womit mal wieder bewiesen wäre, dass die Kommunikation rund ums Blog nicht in den Kommentaren stattfindet.)

25 Oktober, 2006 03:25  
Anonymous Anonym

"Wie passend für die letzten Wanderjahre", denkt man sich da und lässt es noch ein weilchen wundernd wandern, das mo.

4 gespräche? warn doch nur 2! ausserdem findet das wandern rund um den blog NIE im blog statt.

olle m., blogwart h.c.

25 Oktober, 2006 13:37  
Anonymous Anonym

(K)lugscheisser!-)

25 Oktober, 2006 15:53  

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