Gebügel
Neulich, an irgendeinem dieser Schusseltage, die mich ab und an überkommen, zerlegte ich mein treues Plätteisen in irreparable Einzelteile. Die guten alten Dielen, Qualitätsarbeit, damals noch.
Manchmal, wenn ich nachts nicht schlafen kann, jedenfalls nicht lange, und die Zeit für irgendwelche aushäusigen Termine längst nicht gekommen ist, trödle ich gemütlich in den Tag - wie heute. Ab Sechs.
Um Zehn dachte ich, nun sei es angebracht, nach einem neuen Bügeleisen Ausschau zu halten. Auf dem Weg machte ich Zwischenhalt in einer der vielen Bäckereien im Kiez, angelockt vom ausgeschilderten Baguettedumping. Mangels Pute, die Vogelgrippe, die anmarscht, bestimmt, wurden es Rührei und Käse. Und das Eisen bekam ich auch. Ein Stück weiter. Und ein paar große Stumpenkerzen. Sonderpreis. Die reichen leicht bis Weihnachten, mindestens.
In fröhlicher Vorfreude ab ins traute Heim, nochmals einen Eimer Kaffee gebrüht, an den Rechner gesetzt, die Geschichte von den anarchischen Blocksbergs und Blümchens in Fortsetzung gelesen, Kaffee verprustet, die Stullen ausgepackt und herzhaft hinein gebissen - zuerst ins gerührte Ei. Ein Bisschen viel Ei.
Bis ich das allerdings merkte, waren Pullover, Hose, Schuhe und der Boden unter mir längst gesättigt. Mist, auswaschen, vielleicht umziehen, viel Zeit ist nicht mehr, holdrio und in die Küche.
Mit dem Ärmel habe ich dann noch schnell eine von neulich geparkte Sektflöte zerschossen, in tausend Einzelteile, vorzugsweise im Katzentablett verteilt, das also auch noch gesäubert und neu befüllt, fluchend.
Umgezogen, bibbernd daran gedacht, heute Abend unbedingt die Heizung anwerfen zu wollen, so ich ausnahmsweise vor Schlafenszeit noch Sitzfleisch besitzen sollte, während ich mit dem neuen Dampfplättchen meine Hose glättete.
Ich hab's vorsichtig und gepolstert geparkt.
"Damit Sie auch morgen noch ungebügelt bügeln können."
Was auch immer.
Heute jedenfalls meinen Tag.
Tschüss.
Manchmal, wenn ich nachts nicht schlafen kann, jedenfalls nicht lange, und die Zeit für irgendwelche aushäusigen Termine längst nicht gekommen ist, trödle ich gemütlich in den Tag - wie heute. Ab Sechs.
Um Zehn dachte ich, nun sei es angebracht, nach einem neuen Bügeleisen Ausschau zu halten. Auf dem Weg machte ich Zwischenhalt in einer der vielen Bäckereien im Kiez, angelockt vom ausgeschilderten Baguettedumping. Mangels Pute, die Vogelgrippe, die anmarscht, bestimmt, wurden es Rührei und Käse. Und das Eisen bekam ich auch. Ein Stück weiter. Und ein paar große Stumpenkerzen. Sonderpreis. Die reichen leicht bis Weihnachten, mindestens.
In fröhlicher Vorfreude ab ins traute Heim, nochmals einen Eimer Kaffee gebrüht, an den Rechner gesetzt, die Geschichte von den anarchischen Blocksbergs und Blümchens in Fortsetzung gelesen, Kaffee verprustet, die Stullen ausgepackt und herzhaft hinein gebissen - zuerst ins gerührte Ei. Ein Bisschen viel Ei.
Bis ich das allerdings merkte, waren Pullover, Hose, Schuhe und der Boden unter mir längst gesättigt. Mist, auswaschen, vielleicht umziehen, viel Zeit ist nicht mehr, holdrio und in die Küche.
Mit dem Ärmel habe ich dann noch schnell eine von neulich geparkte Sektflöte zerschossen, in tausend Einzelteile, vorzugsweise im Katzentablett verteilt, das also auch noch gesäubert und neu befüllt, fluchend.
Umgezogen, bibbernd daran gedacht, heute Abend unbedingt die Heizung anwerfen zu wollen, so ich ausnahmsweise vor Schlafenszeit noch Sitzfleisch besitzen sollte, während ich mit dem neuen Dampfplättchen meine Hose glättete.
Ich hab's vorsichtig und gepolstert geparkt.
"Damit Sie auch morgen noch ungebügelt bügeln können."
Was auch immer.
Heute jedenfalls meinen Tag.
Tschüss.


2x interaktiviert
vogerln aller art sind sehr gut geniessbar sofern gut durchgebraten. danger aber an alle zoophile. unsere nochgesundheitsministerin warnt: sehr enger kontakt mit den tieren...na sie wissen schon, wie mittam aids.
und: nur P3 filter an ihrer handelüblichen gasmaske schützen zuverlässig (dank hier ausnahmsweise mal der deutschen din norm, dies meines wissen möglich macht diese auch an guterhaltene masken älteren semesters zu schrauben), aber auch nur wenn man sie täglich tauscht.
ich weiss jedenfalls was ich mir zu weihnachten wünsche.
ne is klar...geld natürlich - oder glauben sie meine eltern bekämen es hin einen fachhandel für filterpatronen auszumachen. tzzzz. ich vertraue doch nicht auf den scheisskatastrophenschutz. P3 filter wirken übrigens auch hervorragend bei SARS, schimmelpilzen, und wenn man bedenkt das nach einem atomschlag das wahre elend die ihhhhhh aufgeschleuderten böööösen partikel sind auch gegen diese.
also kaufen!
Sie wieder.
Stelle sie sich Julchen mit Gasmaske vor.
Kommt mir nicht in die Butze, sowas.
Vor langen Jahren hätte ich beinahe mal wen geheiratet, der sammelte die Dinger neben anderem Militaria-Krams unter dem Bett. Zuhauf.
Gut, dass ich da noch rechtzeitig "drunterhempelte".
In der Hauptstadt sind insgesamt 7000 Stück Geflügel beim Veterinäramt registriert. 6500 davon sind Hühner, der Rest Puten, Enten, Wachteln und Fasane.
Obiges vermeldet der Tagesspiegel.
Esst mehr Hunde und Katzen, Berliner, rettet das Veterinäramt!
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