Worst of mine
Stöckchen schnitzen und auswerfen ist eins, selber den Anfang machen ein anderes, seine Konsequenzen aus dem Resultat ziehen ein weiteres, nämlich im Schnitt nur noch alle paar Monate artikeln - wäre man denn konsequent.
Grauenvoll, die Selbstanalyse. Peinlich gar, oftmals.
Bei guten Texten allerdings - rein subjektiv - fragt man sich, ob man das, was da schwarz auf weiss vor den Augen flackert, tatsächlich selbst zustande gebracht hat, solche Wort- und Satzkombinationen dem eigenen Hirn entsprungen sind, dem eigenen Fühlen, wo sie doch anmuten wie fast perfekte Bilder einer Ausstellung - von wem anderen geschaffen, dem man sich im Augenblick des Angesichtigwerdens verbunden fühlt.
Sei's drum. Ich habe meine undurchsichtige Wahl getroffen, einen Beitrag mehr als geplant, ebenfalls höchst subjektiv, die Reihenfolge ist irrelevant, und bitte um Einwände, Kritikastereien und Gegenvorschläge, vielleicht, eventuell, falls überhaupt:
Grauenvoll, die Selbstanalyse. Peinlich gar, oftmals.
Bei guten Texten allerdings - rein subjektiv - fragt man sich, ob man das, was da schwarz auf weiss vor den Augen flackert, tatsächlich selbst zustande gebracht hat, solche Wort- und Satzkombinationen dem eigenen Hirn entsprungen sind, dem eigenen Fühlen, wo sie doch anmuten wie fast perfekte Bilder einer Ausstellung - von wem anderen geschaffen, dem man sich im Augenblick des Angesichtigwerdens verbunden fühlt.
Sei's drum. Ich habe meine undurchsichtige Wahl getroffen, einen Beitrag mehr als geplant, ebenfalls höchst subjektiv, die Reihenfolge ist irrelevant, und bitte um Einwände, Kritikastereien und Gegenvorschläge, vielleicht, eventuell, falls überhaupt:
An der Wand
Draussen schien die Sonne.
Er lag auf dem Bett, mit dem Gesicht zur Wand. In sich, seinen Bauch und die Altersflecken auf dem Putz vertieft. „Ich brauche viel Erholung“ hatte er oft gesagt, geschrieben. Da regnete es noch. Ausser ihm, seiner Erholung und ihm, war nichts wichtig.
Draussen schien die Sonne.
Er ließ sie scheinen. Auf seinen Bauch, sein Gesicht an der Wand, und die Flecken. Die von der Erholung mit sich selbst.
Draussen schien die Sonne.
Sie lag auf dem Bett, mit dem Gesicht zur Wand. In sich, ihren Bauch und die Altersflecken auf dem Putz vertieft. „Ich brauche viel Nähe“ hatte sie oft gesagt, geschrieben. Da regnete es noch. Ausser ihm, dem Mann und seiner Nähe, war nichts wichtig.
Draussen schien die Sonne.
Sie ließ sie scheinen. Auf ihren Bauch, ihr Gesicht an der Wand, und die Flecken. Die von der Nähe mit ihm.
Bald regnet es wieder.
Tabalüga
Augenblick
"Wissen Sie, ich gelange gerne langsam zu meinen Reisezielen, zum Beispiel mit der Bahn durch die Ukraine. Da kann ich mich einstimmen. Ausserdem käme meine Seele sonst erst an diesen vielen bunten Plätzen der Welt an, wenn ich längst schon wieder von dort verschwunden bin. Und das wäre doch traurig, oder?" sagte vor ein paar Tagen eine alte Frau mit wunderbar lebhaften Augen beim heimeligen Portugiesen um die Ecke zu uns und sie strahlte.
Ansicht
Manchmal bin ich froh über die vielen unterschiedlichen Fenster, die den Blickwinkel für die Welt verstellen oder freihalten, je nachdem. Zustände.
Bevor ich meine Begründungen nachreiche (ja, es ist ein vertracktes Nullsummenspiel, das mit sich selbst veranstalten zu müssen, was man tagtäglich anderen angedeihen lässt), ein Text noch, dessen implizierte Frage "Warum tust Du's?" mich begleitet, seit ich angefangen habe für mich zu schreiben, privat, sehr, sehr früh, als Kind:
Irgendwann
Irgendwer
Irgendwie
Irgendwo
Alles bereits gedacht, geschrieben.
Was übrig bleibt:
Die eigenen Sprachmixturen
ans Selbst anzugleichen,
auf dass sie anderen "neu" erscheinen mögen.
An der Wand: Weil ich die Reduzierung auf wenige Farben mag.
Tabalüga: Weil ich Metaphern mag.
Augenblick: Weil ich reisen mag. Lebenslang. In mir und mit fast allem und fast jedem.
Ansicht: Weil es ist, wie es ist.
Reportagen und lange Texte habe ich nicht berücksichtigt, da für mich letztlich nicht Langatmigkeiten zählen, sondern obige "Weils".
Weilen eben. Kurz. Verweilen.
Tabalüga: Weil ich Metaphern mag.
Augenblick: Weil ich reisen mag. Lebenslang. In mir und mit fast allem und fast jedem.
Ansicht: Weil es ist, wie es ist.
Reportagen und lange Texte habe ich nicht berücksichtigt, da für mich letztlich nicht Langatmigkeiten zählen, sondern obige "Weils".
Weilen eben. Kurz. Verweilen.


2x interaktiviert
mein favorit: augenblick
weil ich auch reisen mag
erfahren soweit wie möglich
übrigens werde ich das stöckchen
weiterwerfen, sobald wie muse
im moment bereite ich nebenbei
meinen auszug nach ägypten, im
januar, wenns klappt
langehegter wunsch in den
nil zu schiffen....
Ich freu' mich auf Berichte, auf's Mitreisen - soweit Du uns lässt.
Mein alter Herr, der fast überall auf dieser Welt war, jedenfalls überall, wo er hin wollte, manchmal musste, hat Tonnen von Dias mitgebracht, sie sortiert, archiviert, auf großer Leinwand gezeigt.
Nicht nur uns Kindern.
Er hat uns auch an ziemlich viele Orte mitgenommen.
Die Welt nicht nur vom Fenster aus, sondern mittendrin.
Das wird mich wohl lebenslänglich an ihn erinnern. Positiv.
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