3.4.06

Frühlingserwachen


Gegenüber, da, wo es immer dunkel und funzelig ist, da, wo diese verhärmte Frau im Schatten ihrer selbst am Fenster steht und andere beobachtet, deren Lichter heller scheinen, leuchtet es jetzt.

Strahlend, weit.
Laut.
Rot.
Durch ihre Scheiben, den Innenhof, meine Scheiben.
Bemerkbar.
"Guck'! Du musst gucken!"
Strahlend, rot.
Umarmend, im Flur.
Saugend, in der Küche.
Schließlich standfickend, am Fenster.
Hell.
Weit pulsierend.
Quer über den Innenhof.
Hörbar.
Durch meine Scheiben.

Bei der Milieudame über ihr ist alles dunkel.
Meine Fenster putze ich doch erst nach Ostern.

Damit ich nicht verhärmt wirke in meinem temporären Jetztdunkel.
In meinem Schatten.
Im Funzellicht.
Ungefickt.
Unrot.
Leise.
Zwangsbeobachtend.
Quer über den Hof.
Gegenüber.

Ich knipse die Lichter aus, schließe das einzig offene Fenster.
In der Küche.
Genug geguckt.
Gehört.
Drei Stunden noch.
Dann spätestens ist wieder Vögelalarm.

2x interaktiviert

Anonymous Anonym

tztztztztz...
tz!
also wirklich...
tzzzzzzjjj, ..

03 April, 2006 14:42  
Anonymous Anonym

Wat? Wat haste?
Da steht kein Wort über "Sex".
:-]

Übrigens bin ich stolzer Besitzer des Cerro Torre und des Räucherofens.
Mache mich nun auf die Suche nach Räuchermehl und dann gibt's Schinken. Satt. Nach Art des hiesigen Geflügelhauses.
Nein, keine Tauben. ;-)

03 April, 2006 16:39  

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