8.11.06

Überwintern


An Tagen, an denen alles schief geht, was man nur irgendwie schief anguckt oder anpackt, ist es sehr tröstlich, am Laternenmast der zugigen Bushaltestelle einen Aufkleber vorzufinden, auf dem steht: "Sei tapfer, gleich ist es vorbei." Zuhause schiebt man sich 400 Gramm Halva zwischen die Zähne, geht an den Mandeln, sich und der Welt kauend ins Bett, nur um anderntags im Halbschlaf unaufschiebbare, nicht enden wollende Geschäfte verrichten zu müssen, bei deren Erledigung einem der Bushaltestellenspruch wieder einfällt: "Sei tapfer, gleich ist es vorbei."
Dauern Tage, die so anfangen, tatsächlich 24 Stunden?
Die tröstliche Antwort findet sich gewiss abends - am Laternenmast.

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Anonymous Anonym

Es fand sich eine weitere - an einem Abfallkorb der BVG: "Alles wird gut."
Das sagen sie immer.
:-]

09 November, 2006 01:54  
Anonymous Anonym

"was uns nicht umhaut, macht uns stark..."

liebe grüße aus dem nebel :-)
bist du manchmal zu besuch, in deiner heimat ?

09 November, 2006 10:10  
Anonymous Anonym

Ui, Frau Antje aus Obb. ;-)

Heimat war es dort für mich nie, obwohl ich Landschaft und Menschen mochte.
Zurzeit führen mich die Wege großräumig daran vorbei. Dafür kommt regelmäßig boarischer Besuch oder es dialektelt weißwurschtig aus dem Telefonhörer.
Heimat, Daheim. Ein vertracktes Thema für Menschen, die (vielleicht) zu viel in der Weltgeschichte umher gezogen sind.
Ein Stück Heimat fand ich am Atlantik - und bewahre es tief drin in mir auf, genauso wie die Sehnsucht nach diesem Ort.
Zuhause bin ich in mir.

Schluss mit dem Pathos und liebe Grüße - gen Berge, Wasser, Wald und Wiesen - an Dich.

09 November, 2006 13:24  

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