Unter den Linden

Du wachst auf und in Deinen Haaren tastest Du verkaterte Wohlfühlnester. Du machst die Augen auf und bist mitten in der voran gegangenen Nacht. Menschen, die Du einstmals gut kanntest, treten in Deinen Träumen auf. Ihre Botschaften jedoch verstehst Du nicht. Du bist zu weit weg, grübelst trotzdem nach.
Am Küchenfenster rastet eine Wildbiene.
Auf dem langen lichtlosen Weg einmal quer durch die Republik hatten freundlich verpackte Pflanzenstecklinge zwischen dem restlichen Wundergetüte nichts Besseres zu tun, als munter am feuchten Zellstoff vorbei zu wurzeln, auf dass sie bei Ankunft umgehend eingetopft würden.
In einer kleinen Vogeltränke schwimmt ein grellgelbes Quietscheentchen und Du überlegst, es bei Deinem späteren Gang abzulichten. Dann aber ist es weg.
Quer über die Straße rufen sich unentwegt zwei zierliche Windeljungs echohaft vom dritten in den sechsten Stock "hallo" entgegen. Du siehst zu ihnen hoch, spürst ihre Begeisterung, schmunzelst, steckst völlig fremde Passanten mit Deinem Lächeln an.
Nachtreiher fliegen pärchenweise in die nahende Dämmerung.
Im Bus sitzt ein großer, hagerer Grenzgänger, alles und jeden kommentierend, als dauererzähle er durch ein imaginiertes Mobiltelefon einem Blinden von der Welt, die so unbegreiflich scheint für einen wie ihn, ohne Geld und Erdungsverstand, was er immer wieder rosenkranzartig betont.
Fahrgäste beschweren sich über den Mann und gehen unter im Strom der lärmenden Doppeldeckertouristen, die Dich zwei Stationen früher als sonst aussteigen machen.
Du denkst immer noch an die Menschen, deren einstige Vertrautheiten durch Deine Träume geistern wie jetzt die unzähligen Nebelkrähen durch die abendsonnigen Blühbaumgeflechte dieses Teils der Stadt.
Ein Trupp Halbstarker zwingt Deinen Blick nach unten, aufs Pflaster, zu spät. Während Dir einer von ihnen grinsend sein Skateboard zwischen die Beine schubst und Du langsam fällst, keckert ein einsamer Rabe wie ein Specht dem Abendstern zu.
Du rappelst Dich auf, verwurzelst Dich neu mit dem Boden unter Deinen Füßen, ignorierst das maliziöse Lachen der Vielfaltsmetropole und positionierst Dich am Start der sich herab senkenden Nacht.
Am Küchenfenster rastet eine Wildbiene.
Auf dem langen lichtlosen Weg einmal quer durch die Republik hatten freundlich verpackte Pflanzenstecklinge zwischen dem restlichen Wundergetüte nichts Besseres zu tun, als munter am feuchten Zellstoff vorbei zu wurzeln, auf dass sie bei Ankunft umgehend eingetopft würden.
In einer kleinen Vogeltränke schwimmt ein grellgelbes Quietscheentchen und Du überlegst, es bei Deinem späteren Gang abzulichten. Dann aber ist es weg.
Quer über die Straße rufen sich unentwegt zwei zierliche Windeljungs echohaft vom dritten in den sechsten Stock "hallo" entgegen. Du siehst zu ihnen hoch, spürst ihre Begeisterung, schmunzelst, steckst völlig fremde Passanten mit Deinem Lächeln an.
Nachtreiher fliegen pärchenweise in die nahende Dämmerung.
Im Bus sitzt ein großer, hagerer Grenzgänger, alles und jeden kommentierend, als dauererzähle er durch ein imaginiertes Mobiltelefon einem Blinden von der Welt, die so unbegreiflich scheint für einen wie ihn, ohne Geld und Erdungsverstand, was er immer wieder rosenkranzartig betont.
Fahrgäste beschweren sich über den Mann und gehen unter im Strom der lärmenden Doppeldeckertouristen, die Dich zwei Stationen früher als sonst aussteigen machen.
Du denkst immer noch an die Menschen, deren einstige Vertrautheiten durch Deine Träume geistern wie jetzt die unzähligen Nebelkrähen durch die abendsonnigen Blühbaumgeflechte dieses Teils der Stadt.
Ein Trupp Halbstarker zwingt Deinen Blick nach unten, aufs Pflaster, zu spät. Während Dir einer von ihnen grinsend sein Skateboard zwischen die Beine schubst und Du langsam fällst, keckert ein einsamer Rabe wie ein Specht dem Abendstern zu.
Du rappelst Dich auf, verwurzelst Dich neu mit dem Boden unter Deinen Füßen, ignorierst das maliziöse Lachen der Vielfaltsmetropole und positionierst Dich am Start der sich herab senkenden Nacht.


4x interaktiviert
sachma....aber aufs maui!
nich den blick nach unten sondern anstarren - skatejunx tun nix, die wollen nur spielen, das geht ja so nich ne alte dame umnieten, also ehrlich....die jugend...tzah!
immer böse gucken -
ich seh schon, du brauchst tshört auf dem steht: ich hol gleich meinen grossen bruder!
Ging alles viel zu schnell.
Hab' das auch eher unter "selbst schuld" verbucht.
Normalerweise wird zurückgenölt. ;-)
Das lebend sehende Herz, aus Wochen tastwarmer Zeilen, verführte auf ein Neues in die Demut.
Vielleicht, weil sie die kräftigste Kraft aller Kräfte sein könnte und bliebe, wird sie möglicherweise unmittelbar zum Test herausgefordert.
Falls Du meinst, Du hättest verloren, dort ... so mein ich dies nicht, hier. Sich zu Demut über Härte zu äussern ... obsolet. Keine Frage.
Mein Mitgefühl sei Dir sicher.
Und noch 'was .. es könnte sein, dass gegenüber den Jungs, Du diejenige bist, die lebt.
Wahrlich. Und irgendwie lebendiger, seit 'nem Stück Traktorweg.
Hi.
Eigentlich ging's mir in dem Text um Bodenhaftung. ;-)
Kommentar veröffentlichen
<< Home