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Wenn man sich zum Himmel wendet, sieht man, dass wir alle klein sind. Wer sich für wichtig hält, ist ein Esel.
(Oscar Niemeyer in der ZEIT, Nr. 15 vom 04.04.2007)
Wenn man vor Häusern zu Boden schaut, in denen Nachrichten gefließbändert werden, am besten bei den Hintereingängen, sieht man, aus was das Eselselixier häufig besteht, schämt sich ein klein wenig, für die Schreiber, die Leser, das vergeudete Papier, für jede dort zu findende Flasche, über die man gemeinhin schweigt, genauso stummt wie über die, die sie trinken, den Mitmenschen im Alkoholintellekt Produziertes als unbedingte Wahrheiten verkaufen, die Behältnisse spurenreich entsorgen, wo es scheinbar niemanden interessiert, in der Finsternis des ungedruckten Wegsehens.
(Oscar Niemeyer in der ZEIT, Nr. 15 vom 04.04.2007)
Wenn man vor Häusern zu Boden schaut, in denen Nachrichten gefließbändert werden, am besten bei den Hintereingängen, sieht man, aus was das Eselselixier häufig besteht, schämt sich ein klein wenig, für die Schreiber, die Leser, das vergeudete Papier, für jede dort zu findende Flasche, über die man gemeinhin schweigt, genauso stummt wie über die, die sie trinken, den Mitmenschen im Alkoholintellekt Produziertes als unbedingte Wahrheiten verkaufen, die Behältnisse spurenreich entsorgen, wo es scheinbar niemanden interessiert, in der Finsternis des ungedruckten Wegsehens.


8x interaktiviert
So manches Geschreibsel, so mancher Roman und viele Songtexte wäre ohne entsprechende Alkoholika gar nicht entstanden.
Wäre das jetzt besser so?
werbung? sogar hier?
Es geht doch nicht darum, wie beispielsweise ein Heinrich Heine, ein Jim Morrison, eine Ingeborg Bachmann, ein/e XYZ am trauten Schreibplatz ihre Texte zustande brachten und im XYZ-Fall bringen, sondern darum, wie viele, die ihre vermeintlich klugen Köpfe hinter der jeweiligen Zeitung verstecken, mit der ach so hoch gepriesenen Medien-Verantwortung umzuspringen belieben.
Wenn ich verklausuliere, hat das nichts mit Werbung zu tun, zumal ich seit mehr als einem Vierteljahrhundert keinen Tropfen Wodka mehr angerührt habe.
Hätte es mit Werbung zu tun, müsste die Überschrift "Von Profis für Profis" oder übelstenfalls "Voll sind wir toll" (und ähnlicher Quark) lauten, tut sie aber nicht.
Herrfrauzije!
das mit dem vodka glaub ich nie+nimmer.
mein orangenlikör (der grauslige, der langsam besser wird) war daraus gezeugt..zB!
aktuell habe ich 'teufelszeuch aus resten' angesetzt. korn, zuckerwasser aus palmzucker, Guarana, Kolanuß, Galgant, Zimt , Ingwer , Nelken , Kardamom , Pfeffer , Zitwerwurzel....und so.
mal gucken was daraus lustiges wird ;]
So ist das mit der Presse: Wahrhaftige Wahrheiten verkaufen sich schlecht.
Q.e.d.
So ist das halt. (Fast) jeder bastelt sich seine eigene Wahrheit so zurecht, dass er damit leben (überleben) kann.
Mit den Schreiberlingen ist das wohl noch ein bisschen anders. Ich denke, sie basteln so lange daran herum, bis sie möglichst publikumswirksam und geldbringend daher kommt, mit oder ohne Vodka.
Wer bestimmt eigentlich, was DIE Wahrheit ist? Kann man seiner eigenen Wahrnehmung trauen? Ich selbst misstraue jedem, der behauptet, die einzige, wahrhaftige Wahrheit zu predigen (oder zu schreiben).
"Meine sehr verehrten Damen.."
Mit noch traurigem Herz ist vor gut zwei Wochen Paul Watzlawick gestorben. Das rührt mich gerade aus den zuletzt oben gestellten philosophischen Fragen (die mich glücklich machen und vielleicht zu ungestüm).
Es unterscheidet sich
- die Wahrheit und
- die Wirklichkeit
Die Wahrheit ist ein Kernthema der Philosophie und ist heute noch wörtlich kaum zu fassen noch zu definieren. Kein so schlechter Ansatz ist, nicht anzunehmen, es gäbe nur 1 Wahrheit, sondern eher unzählige.
Hingegen die von Watzlawick beschriebene Wirklichkeit besteht aus zwei Wirklichkeiten
- die objektive Wirklichkeit =
wenn ein Barren Gold vor uns
allen auf dem Tisch liegt, wird
niemand bestreiten, das ein
Barren Gold auf dem Tisch liegt.
- die subjektive (persönliche)
Wirklichkeit =
für "wie wertvoll" wir diesen
Barren Gold nun halten, auch in
Kenntnisnahme des aktuellen
Börsenhandelspreises, wird in
jeder und jedem von uns anders
wahrgenommen, empfunden, gefühlt
oder verstanden.
Dieser zweite Teil, also die subj.
Wirklichkeit ist der Teil, den wir konstruieren, uns also erbauen, basteln, errichten und es ist auch der Teil, in welchem wir unser mögliches inneres Chaos anrichten.
Geht dann jemand in eine Therapie, um Trauer, Krise, Ohnmacht etc. zu klären und zu verarbeiten, dann wird er/sie die Therapie erneut mit einem Teil objektiver und dem Teil subjektiver Wirklichkeit verlassen. Dh die Therapie hat einzig den Zweck, begleitet die beiden Wirklichkeiten neu getrennt zu erfassen und für den selbst konstruierten Teil eine neue Sicht, einen andern Zugang, ein neues Verstehen zu erlangen.
Der Konflikt z.B. mit der Mutter bleibt also bestehen, aber da neu und anders selbst sehbar, wird er einem evtl. weniger wichtig oder besprechbar oder annehmbar. Also, das Gold bleibt, aber die eigene Wertansicht steigt, sinkt, fällt ab, nimmt zu ... wie auch immer.
--
Das Ungefragte, das Naseweise ... es ist niefrauden und niemanden Liebling. Es ist ein Angebot, Sie entscheiden.
Von Watzlawick zuletzt ideal aus seinen drei Welterfolgen zusammengefasst, das Buch: "Wenn Du mich wirklich liebtest, dann würdest Du gerne Knoblauch essen."
Für meine Wirklichkeit lesen sich seine Bücher humorvoll und fühlfarben ...
Dass die Basis des Orangenlikörs Wodka war, wusste ich nicht.
In "meinungsbildenden" Medien hat Alkohol nach meinem Dafürhalten während der Arbeit nichts zu suchen.
Bei subjektiv und objektiv Wahrgenommenem liegt das, was wir landläufig unter Wahrheit verstehen, irgendwo in der Mitte.
Der Idealfall der Meinungsbildung ist, Informationen so präsentiert zu bekommen, dass bei ihrer Übermittlung auf Manipulation und reaktionären Populismus verzichtet wird.
Watzlawick sollte man durchaus gelesen und verstanden haben.
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Ganz was anderes:
Die Eule aus dem Süden befüllt ihr Blog, endlich:
http://free-of-ground.blogspot.com/
Und den Herrn kann man auch lesen:
http://revision.wordpress.com/
ZAPP!-)
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