Olle Kamellen?

Gewiß muß die Frauenbewegung im Kampfe mit ihren Gegnern hervorheben, daß die Frau ein Mensch ist, aber sie muß ebenso von der Erkenntnis getragen sein, daß die Frau ein weiblicher Mensch ist. Das klingt trivial, muß aber betont werden gegenüber den verschiedenen Einseitigkeiten. Die Individualität der Frau vermag sich weder als Nur-Weib, noch als Nur- Mensch voll zu entwickeln und das Höchste zu leisten. Menschliches und Weibliches in der Frau müssen sich in Harmonie neben- und miteinander entwickeln und ausleben können. Die Verkümmerung des rein Menschlichen rächt sich an der Entwickelung des Weiblichen und läßt es zum Weibischen entarten. Die Ertötung des wahrhaft Weiblichen wirkt hemmend auf die Entfaltung des Menschlichen zurück, führt zu seiner Ausartung ins Männische.
(..)
Nur die einseitigste Frauenrechtelei wird behaupten, daß zwischen der geistigen Eigenart von Frau und Mann eine mechanische Gleichheit besteht, eine Gleichheit, die sich sozusagen an der Elle abmessen läßt. Aber das Anderssein der geistigen weiblichen Eigenart ist keineswegs gleichbedeutend mit Minderwertigsein. Es begründet mithin auch nicht den Ausschluß des weiblichen Geschlechts von höherer Bildung und Berufstätigkeit. Gerade in Folge der geistigen Differenzierung der Geschlechter wird das Wirken der Frau nicht zur Verarmung und Einengung des wissenschaftlichen und künstlerischen Lebens führen, vielmehr zu seiner Bereicherung, zu größerer Vielseitigkeit und Mannigfaltigkeit. Kein Geringerer als Russell Wallace hat das wiederholt betont. Deshalb Bahn frei, auf daß Frau wie Mann zu schaffen und zu leisten vermögen, ein jeder nach seiner Eigenart als Geschlecht und nach seiner Eigenart als Person; vor allem aber nicht als der im Schatten unseres heutigen sozialen Milieus verkrüppelte Mensch, sondern als frei erblühte Vollpersönlichkeit!
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Die geschichtlichen Kräfte, welche die Frau vom Hause loslösen, und sie in bürgerlichen Kreisen auf die liberale Berufstätigkeit verweisen, ruhen und rasten nicht. Sie sitzen am Webstuhl der Zeit, wirken weiter und weiter und treiben durch den Hunger und das erwachte Persönlichkeitsbewußtsein die bürgerlichen Frauen zum Kampf für Freiheit der Bildung und der Berufstätigkeit in die Welt der Gelehrten und Künstler.
(Clara Zetkin)
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Nur die einseitigste Frauenrechtelei wird behaupten, daß zwischen der geistigen Eigenart von Frau und Mann eine mechanische Gleichheit besteht, eine Gleichheit, die sich sozusagen an der Elle abmessen läßt. Aber das Anderssein der geistigen weiblichen Eigenart ist keineswegs gleichbedeutend mit Minderwertigsein. Es begründet mithin auch nicht den Ausschluß des weiblichen Geschlechts von höherer Bildung und Berufstätigkeit. Gerade in Folge der geistigen Differenzierung der Geschlechter wird das Wirken der Frau nicht zur Verarmung und Einengung des wissenschaftlichen und künstlerischen Lebens führen, vielmehr zu seiner Bereicherung, zu größerer Vielseitigkeit und Mannigfaltigkeit. Kein Geringerer als Russell Wallace hat das wiederholt betont. Deshalb Bahn frei, auf daß Frau wie Mann zu schaffen und zu leisten vermögen, ein jeder nach seiner Eigenart als Geschlecht und nach seiner Eigenart als Person; vor allem aber nicht als der im Schatten unseres heutigen sozialen Milieus verkrüppelte Mensch, sondern als frei erblühte Vollpersönlichkeit!
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Die geschichtlichen Kräfte, welche die Frau vom Hause loslösen, und sie in bürgerlichen Kreisen auf die liberale Berufstätigkeit verweisen, ruhen und rasten nicht. Sie sitzen am Webstuhl der Zeit, wirken weiter und weiter und treiben durch den Hunger und das erwachte Persönlichkeitsbewußtsein die bürgerlichen Frauen zum Kampf für Freiheit der Bildung und der Berufstätigkeit in die Welt der Gelehrten und Künstler.
(Clara Zetkin)
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13x interaktiviert
Vor etlichen Jahren fuhr ich am 8. März in ein Sanatorium in den Bergen, eine lieb gewordene Kundin besuchen - und für den Rest des Tages entführen.
Auf dem Ausflug erzählte ich ihr, warum und was wir feiern würden.
Weltfrauentag - davon hatte sie, ehemals Lehrerin und schon lange nur Ehefrau und Mutter, nie gehört, vielleicht doch, dann aber verdrängt.
Ich erzählte ihr von den Souffragetten, von meiner Großmutter, einer der Handvoll Frauen, die Anfang des 20. Jahrhunderts durchgesetzt hatten, in München und Zürich zu studieren, nur um nach dem mühsam erworbenen Doktortitel alles aufzugeben, für Mann und Kinder.
Ulrike nickte dazu.
Dann erzählte ich ihr von den kruden Auswüchsen der Frauenbewegung der letzten Jahrzehnte, von Alice Schwarzer, vom Feindbild Mann, von Nina Hagen, von der Psychiatrisierung intelligenter Frauen an der Seite von zum Beispiel Albert Einstein, Scott Fitzgerald, Karl Marx.
Wir redeten über ihr Leben, ihre selbstverständliche Unterwürfigkeit, ihre Entmündigung, die Rolle der Frau in ihrem katholisch-bayrischen Umfeld mit alttestamentarischen Zügen.
Ob sie auch eine Emanze wäre, wenn sie sich wünschte, von ihrem Mann als gleichwertiger Mensch gesehen und behandelt zu werden, wollte sie wissen.
Ob ich eine sei mit meinem teuer bezahlten Selbstbewusstsein, meiner Unabhängigkeit?
Wir sind nicht nur Frauen, sondern Frauen, Menschen, mit denselben Rechten wie alle anderen Menschen auch, mit denselben Pflichten, nicht mit mehr, nicht mit weniger, und immer gemeinsam im großen Menschenganzen.
Keine Emanzen.
In einem kleinen Klostergasthof aßen und tranken wir.
Ulrike redete, sprudelte, mit leuchtenden Augen, als sei ein Knoten geplatzt, feierte.
Als ich sie zurück brachte, rief sie ihren Mann an.
Wo sie gesteckt habe?
Sie sei feiern gewesen.
Was denn?
Das Frausein.
Heute ist sie längst wieder gesund, hat sich im Lauf der Jahre ihren ebenbürtigen Platz erkämpft, ist Partnerin und wenn sie will, Heimchen.
Am 8. März feiert sie.
Nach wie vor.
uhuh suffagrette city.
sowas passiert mir zum glück nicht, das ich in identitäten denken müsste.
frauen erscheinen insofern überdimensioniert pervertiert entwickelt, insofern dass die tatsächlich fürchterlich laut und präsent und ü.repräs. sind - deswg. sind sie nicht dümmer als männern - sond. ledigl. gleichdumm.
nein, ich muss sagen - als menschenfeind hab ichs leicht - und als rechtschaffener kommunist fordere ich sofort und jetzt ein allgeschlecht, nich das es immer heisst ich diskriminiere geschlechtsspezifisch.
mahahaha.
ich war mal wieder klassenweit die einzje die an frauentach dachte. aber nur weils das zdf moma gesagt hat. tendenziell wars einfach zu kalt für frauntach. so.
Zweigeschlechtliche Menschen bauchfrei in DD?
Nunja. ;-)
Gestern am früheren Abend klingelte das Telefon. Am Apparat ein altes, aufrecht-sozialistisches Ehepaar, das mir liebe Wünsche zum Weltfrauentag übermittelte.
Wie meistens redete er. ;-)
In einer kleinen Enklave Berlins wurde der Tag heftig gefeiert, berichtete man mir..
Nach wie vor kucke ich ratlos aus der Wäsche. Ich kann nach wie vor mit dem Emma-nzen-Gedöns nichts anfangen.
Ich verstehe, dass es in einigen Bereichen Defizite gibt, das ist unbestritten.
Aber dennoch ... ich bin halt hoffnungslos altmodisch.
Oder einfach nur emanzipiert - nö Quatsch: Emanzipation bedeutet doch Befreiung, und ich war nie unfrei. Ich lebe mein Leben wie ich es leben will. Freier kann man doch nicht sein, oder?
Ganz ehrlich: Weder Mutter- noch Weltfrauentag haben für mich irgend eine besondere Bedeutung.
Es geht und ging mir mitnichten um die E-mann-zerei.
Hätte es jedoch die damaligen Bestrebungen für bessere Arbeitsbedingungen, Löhne, Angleichung der Grundrechte für Frauen, Wahl- und Bildungsrecht nicht gegeben, stündest Du heute mit Deiner Freiheit zu leben unfreier da.
Immer noch werden Frauen beschnitten, schlechter bezahlt als Männer, gegängelt, dürfen nicht wählen, sind Menschen mindestens zweiter Klasse, selbst schuld, wenn sie sexuelle Übergriffe erleiden, kommt die Schweiz z.B. mit der Umsetzung der Frauenrechte lange nach Äthiopien und Afghanistan, undundund.
Daran sollte mensch schon immer wieder erinnern dürfen und müssen.
Am besten völlig ohne jedwede Ideologie.
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Nachtrag:
Die schlechtere medizinische Versorgung von Frauen, getestet an mir selbst im letzten Vierteljahr, zum Beispiel Herzmaleste betreffend, ist nach wie vor himmelschreiend.
Das Wörtchen Hysterie (inklusive seiner Herkunft) sitzt ganz, ganz tief in der Sonderabteilung der (deutschen) Ärzteseele.
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Ich hätte mir lieber schöne Kleider und schöne Hüte kaufen sollen, die meine natürlichen Vorzüge zur Geltung bringen, anstatt mich meiner Leidenschaft für zweifelhafte Kunstwerke und mehr oder minder abstoßende Gruppen hinzugeben.
(...)
Sie haben mich extra dazu erzogen, ihnen Ideen zu liefern, weil sie wissen, dass sie selbst keine Phantasie haben. .. Das ist die Ausbeutung der Frau, die Vernichtung der Künstlerin..
(Camille Claudel nach Jahren im Irrenhaus Montdevergues, in das sie 1913 eingeliefert wurde, um bis zu ihrem Tod dreissig lange Jahre dort zu verbleiben, während Auguste Rodin Weltruhm feierte - auch mit ihren Werken, die er teils als seine eigenen ausgab.)
auch sehr befreit. junx stinken.
http://www.flickr.com/photos/55635466@N00/84574177/
von frau gaga - man aaaachte, (jaa sie FRu Mo! ) aufn aufkleber - kommt da was bekannt vor
zaunpfahl ende.
ich finde ja, sie - und gaga sollten heiraten. da, aber nur da täte ich auch als plumenmädchen mit.
hoffnungsvoll in röcken kniend...
ED
ps: ich halte frauen für die schlechteren künstler. mädchenzeichner eben.
claudel et moi sind da rühml. ausnahmen - und das ist mein ernst.
apropos krankheit...da gabs doch neulich in der zeit...
http://www.zeit.de/2004/03/Kranksein?page=all
bezügl. schwerwiegender degenerativen armerkrankungen werden frauen auch schlecht versorgt....arrrrgh. ich kann meiner hauptprofession, dem schreiben, nur noch unter drogen nachgehen, und weil ich so ein verantwortungsbewusstes weichei bin höchstens mal am WE - immerhin, der schreiberei kann das nach all den mediocren jahren nur guttun ;-)
mit deeeeeeeeeeeepressionen an der frau schauts wohl kaum besser aus. freud+kons. sei auch dank...naja, zum trost gits anorektische jungs.
;-)
Träum' weiter, Blumenkindchen.
Ich erinnere mich zu gut, wer mir diesen Aufkleber zu welchem Zwecke mitbrachte.
Und außerdem ham se Dich auch hervorragend konditioniert.
ahso, der zeit-link war nich so dahingepostet.
LESEN! mein ich...
http://www.zeit.de/2004/03/Kranksein?page=all
mitbrachte? der war geschickt.
zweck? nich auf brille pissen?
ne - ich hatte den noch über und mochte den. so!
ich will hochzeit...los
das is auch gleich n filmtip - CAKE - kA wie der heisst wenner auf deutsch rauskommt.
Der war mitgebracht.
4 sure.
Viel nützen tun solche Hinweise nicht.
Mann findet immer einen Grund, gerade nicht sitzen zu können. :-/
Mit Rief hatte ich in grauer Vorzeit öfter zu tun; Artikel bei Erscheinen gelesen.
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